Begleithundprüfung

Die Begleithundprüfung steht am Anfang aller Prüfungen. Sie zu bestehen ist Grundvoraussetzung um alle anderen Prüfungen machen zu können. Dies gilt nicht nur im Vielseitigkeitssport. Die Begleithundprüfung (BH) besteht aus drei Abteilungen: Theorie: Der Hundeführer muss eine theoretische Prüfung ablegen Unterordnung/Platzarbeit: Hund und Hundeführer müssen ein bestimmtes Laufschema ablaufen und eine Vielzahl an technischen Übungen absolvieren Straßenteil: Hier wird geprüft wie sich der Hund im Alltag in bestimmten Situationen verhält

Ich möchte hier im Besonderen auf die Unterordnung eingehen. Es starten immer zwei Hundeführer (HF) mit ihren Hunden gleichzeitig. Einer legt seinen Hund ab und der Andere führt seinen vor. Vorweg kurz zur Grundstellung: der Hund nimmt ohne Kommando die Sitzposition dicht neben den linken Bein des stehenden HF ein. Mit der Grundstellung beginnt und endet jede Übung.

Ablegen unter Ablenkung:

Hörzeichen (HZ) "Platz/Sitz"

Der Hund wird an der Leine zur Ablagestelle geführt. Dort muss der Hund die Grundstellung einnehmen. Die Leine wird jetzt entfernt ( einstecken oder umhängen). Mit dem Kommando "Platz" wird der Hund zum Liegen gebracht. Der HF entfernt sich nun 30 Schritt vom Hund und bleibt mit dem Rücken zum Hund dort stehen. Während der Ablage hat der Hund ruhig liegen zu bleiben. Auf Richteranweisung tritt der HF an die rechte Seite des Hundes und holt ihn mit dem "Sitz-Kommando" wieder in die Grundstellung.

10 Punkte
 

Leinenführigkeit:

HZ "Fuß"

Von der Grundstellung aus hat der Hund, am tierschutzgerechten, handelsüblichen Halsband oder Brustgeschirr angeleint, dem HF Freudig zu folgen. Die Leine sollte dabei locker durchhängen. Nun wird das unten gezeigte Schema abgelaufen

15 Punkte
 
Angehen: erst HZ „Fuß“, dann losgehen
Normalschritt: Hund folgt freudig links auf Kniehöhe mit durchhängender Leine. Arme bewegen
Kehrtwendung: ohne anzuhalten, nach links gegen den Hund wenden Der Hund läuft rechts um den HF herum. Links-/Rechtswendung: aus dem Normalschritt heraus ohne anhalten. Je mindesten einmal zeigen.
Langsamschritt: HZ „Fuß“ 10-15 Schritt geradeaus im deutlich geminderten Tempo.
Laufschritt: HZ „Fuß“, 10-15 Schritt geradeaus im deutlich beschleunigten Tempo.
Gruppe: HZ „Fuß“, durch eine sich bewegende Personengruppe laufen, dabei muss min. einmal rechts und einmal links um eine Person gegangen werden. Es muss min. einmal in der Nähe einer Person stehen geblieben werden.
 

Freifolge: HZ "Fuß

Nach dem Verlassen der Gruppe wird der Hund in der Grundstellung Abgeleint. Die Leine wird umgehangen oder weggesteckt (jeweils in die vom Hund abgewandten Seite). Nun wird das gleiche Schema Abgelaufen, nur dass man mit der Gruppe beginnt.

15 Punkte

Sitz aus der Bewegung

HZ "Fuß, Sitz"

Grundstellung
Angehen: HZ "Fuß", Normalschritt, ca. 10 Schritt
Sitzen: HZ "Sitz", im Normalschritt und ohne anhalten weitergehen. Der Hund hat sich schnell zu setzen bleibt sitzen.
Wendung: nach ca. 30 Schritt bleibt der HF stehen und dreht sich um. Auf Richteranweisung geht der HF zurück zu seinem sitzenden Hund Und nimmt neben ihm die Grundstellung ein.

10 Punkte

Platz mit Herankommen:

HZ "Platz, Hier, Fuß"

Grundstellung
Angehen: HZ "Fuß", Normalschritt ca., 10 Schritt
Ablegen: HZ "Platz" aus dem Normalschritt ohne anzuhalten Weitergehen. Der Hund hat sich schnell und gerade hinzulegen und liegen zu bleiben.
Wendung: nach ca. 30 Schritt stehen und umdrehen
Hereinrufen: HZ "Hier" erst nach Anweisung. In freudiger und schneller Gangart hat sich der Hund seinem HF zu nähern
Vorsitzen: der Hund setzt sich ohne weiteres HZ gerade und dicht vor seinem HF.
Grundstellung: HZ "Fuß", der Hund begibt sich in die Grundstellung

10 Punkte
Gesamt: 60 Punkte

Um den Unterordnungsteil der Begleithundprüfung zu bestehen, müssen Sie min. 70% (42 Punkte) der Gesamtpunktzahl (60) erreichen.


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