Fährte |
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Die Fährtenarbeit gehört mit zur Schutzhundausbildung, kann aber auch als eigenständiger Sport bis hin zur Weltmeisterschaft ausgeübt werden. Dieser Sport eignet sich für fast jeden Hund, ob Deutscher Schäferhund, Rottweiler, Jack Russel Terrier oder Mischling. Jeder Hund liebt es Gerüche aufstöbern zu dürfen, denn in der Geruchswelt des Hundes lösen Duftstoffe besonders starke Emotionen aus. Und der Hund ist ein besonders guter "Schnüffler", sein Riechfeld ist ca. 15x größer als beim Menschen und ist mit über 220 Millionen Rezeptoren besetzt ( im Vergleich: Mensch= ca. 5 Millionen Rezeptoren. Das Erleben seiner Umwelt über die Nase und erschnüffeln von Gerüchen ist daher eine natürliche Veranlagung, ein Grundbedürfnis unseres Hundes.
Die Nasenarbeit fördert die Konzentrationsfähigkeit, trainiert seine Riechfähigkeit und sorgt für ausgewogene körperliche Bewegung auf eine ruhige Art. Dieser Sport kann bis ins hohe Alter des Hundes ausgeführt werden. |
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Beim Fährtentraining soll der Hund lernen eine menschliche Trittspur (=Fährte) zu erkennen und ihr zu folgen. Diese Spur kann über unterschiedliches Gelände führen, macht Bögen und Winkel und es liegen verschiedene Gegenstände auf ihr, die der Hund anzeigen muss. Der Hund sucht an einer Fährtenleine oder alternativ ohne Leine. Der Mensch folgt ihm im Abstand von 10 Metern. |
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Mit dem Training beginnt man so früh wie möglich, am besten schon im Welpenalter. Verstecken Sie doch mal das Spielzeug Ihres Hundes oder legen ihm eine Futterspur quer durchs Wohnzimmer. Zu Beginn darf der Hund noch zusehen, hat er dies Verknüpft wird der Schwierigkeitsgrad langsam erhöht. Aber bitte überfordern Sie Ihren Hund nicht, denn die Nasenarbeit ist Hochleistungssport. Es ist wichtig in dieser frühen Phase nicht das Wort "Such" zu benutzen, denn dieses brauchen wir später im Gelände auf der Fährte. Die Anfangsphase sollte rein spielerisch ablaufen, Strafe und Tadel sind hier Tabu. Der Hund soll freudig und gerne seine Nase für Sie einsetzen. Sie werden keinen Hund zwingen können, einer kilometerlangen Fährte zu folgen nur weil Sie es jetzt so wollen.
Die ersten Fährten im Gelände sollten kurz und gerade sein. Dabei wird in jeden Fußtritt ein Futterstück gelegt. Für die Futterstücke gilt: "Weich wie Gummi und kleiner als eine Haselnuss". Erst wenn diese Fährte sicher und ruhig abgesucht wird, wird der Schwierigkeitsgrad erhöht. Und denken Sie daran, auch hier sind Lob und Ruhe die Zauberworte. Zwang gehört nicht auf eine Aufbaufährte. |
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Im Sport wird Aussehen, Länge und Art der Fährte durch die Prüfungsordnung (PO) geregelt. Außerdem sind Größe und Art der Fährtengegenstände festgelegt. Die Ablageorte werden vom Richter vorgeschrieben. |
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| PO Fährten | Anzahl der Winkel | Schenkel | Gegenst. | Schrittzahl | Liegezeit | Punktzahl | Bemerkung |
| BH | --- | --- | --- | --- | --- | --- | Keine Fährte |
| VPG/IPO I | 2 | 3 | 2 | 350-400 | 20 Min. | 100 | HF-Fährte |
| VPG/IPO II | 2 | 3 | 2 | ca. 600 | 30 Min. | 100 | Fremdfährte |
| VPG/IPO III | 4 | 5 | 3 | ca. 800 | 60 Min. | 100 | Fremdfährte |
| FH I | 6 | 7 | 4 | 1000-1400 | 180 Min. | 100 | Fremdfährte mit Verleiter |
| FH II | 7 | 8 | 7 | 2000 | 180 Min. | 100 | Fremdfährte mit Verleiter |
Hier sehen Sie einige Beispiele wie Fährten aussehen können
(Für größere Darstellung Bild bitte anklicken)
Sie sehen der Fährtensport ist anspruchsvoll und vielseitig. Copyright Sigrid Schmidt |